StephanSturm
Stephan Sturm, geboren 1963 in Worms, studierte Volks- und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Seine berufliche Laufbahn begann er 1989 bei der Unternehmensberatung McKinsey. Nachdem er verschiedene leitende Positionen im Investment Banking inne hatte, wurde Stephan Sturm 2005 zum Chief Financial Officer (CFO) des Fresenius-Konzerns ernannt, wo er bis 2007 auch Arbeitsdirektor war. Ab 2016 übernahm er die Position des Chief Executive Officers (CEO) des Fresenius-Konzerns. In dieser Funktion war er zudem Vorsitzender der Aufsichtsräte der Fresenius Medical Care Management AG und der Fresenius Kabi AG. Von 2015 bis 2021 gehörte Stephan Sturm ferner dem Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG an. Seit 2023 ist er Vorstandsvorsitzender der Heinz Hermann Thiele Familienstiftung.
Stephan Sturm wurde 2025 in den Aufsichtsrat der HUGO BOSS AG gewählt und zum Vorsitzenden berufen.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
sehr geehrte Damen und Herren,
2025 war ein anspruchsvolles, jedoch zugleich erfolgreiches Jahr für HUGO BOSS. Das Unternehmen agierte in einem komplexen makroökonomischen und geopolitischen Umfeld, das durch ein verhaltenes Konsumklima in nahezu allen wichtigen Märkten, anhaltende geopolitische Spannungen und eine fortschreitende Kosteninflation geprägt war. Vor diesem Hintergrund trieb HUGO BOSS wichtige Marken-, Produkt- und Vertriebsinitiativen voran und konzentrierte sich gleichzeitig auf die Steigerung der Effizienz und ein diszipliniertes Kostenmanagement. So gelang es HUGO BOSS, seine Jahresziele zu erreichen und einen Konzernumsatz von 4,3 Mrd. EUR sowie ein operatives Ergebnis von 391 Mio. EUR zu erzielen. Gleichzeitig hat HUGO BOSS seine Grundlage für langfristigen Erfolg gestärkt. Mit der Kommunikation und Einführung von CLAIM 5 TOUCHDOWN im Dezember hat das Unternehmen einen klaren strategischen Rahmen bis 2028 geschaffen, der auf nachhaltiges, profitables Wachstum und langfristige Wertsteigerungen für die Aktionärinnen und Aktionäre ausgerichtet ist.
Als Vorsitzender des Aufsichtsrats, dessen Amt ich im Mai 2025 übernommen habe, fühle ich mich geehrt, Teil von HUGO BOSS in dieser nächsten Phase seiner strategischen Weiterentwicklung zu sein. Mein erstes Amtsjahr war sowohl von Kontinuität als auch von Veränderungen auf Seiten des Aufsichtsrats geprägt. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen war es mir ein Anliegen, dass der Aufsichtsrat in seiner neuen Zusammensetzung schnell und effektiv seine Arbeit aufnehmen konnte. So war es uns möglich, den Vorstand bei der Bewältigung verschiedener operativer Herausforderungen entsprechend zu unterstützen und uns gleichzeitig aktiv an den Diskussionen zur Weiterentwicklung unserer Strategie hin zu CLAIM 5 TOUCHDOWN zu beteiligen.
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2025 umfassend wahrgenommen. Wir haben den Vorstand in enger, vertrauensvoller Zusammenarbeit und auf der Grundlage regelmäßiger, umfassender Berichterstattung beraten und überwacht. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf die aktuelle Geschäftsentwicklung, das Kosten- und Liquiditätsmanagement sowie das Risikoprofil des Unternehmens gelegt, ebenso wie auf die Konzeption, Kommunikation und Einführung von CLAIM 5 TOUCHDOWN, wobei Empfehlungen zu strategischen Prioritäten und langfristiger Wertsteigerung gegeben wurden.
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der HUGO BOSS AG wurde auf der ordentlichen Hauptversammlung am 15. Mai 2025 turnusmäßig neu gewählt, wobei eine ausgewogene Besetzung aus erfahrenen Mitgliedern und neuen Perspektiven sichergestellt wurde. Unter den Anteilseignervertretern wurden Iris Epple-Righi, Luca Marzotto und Christina Rosenberg wiedergewählt, während Stephan Sturm, Andreas Kurali und Michael Murray als neue Mitglieder in den Aufsichtsrat berufen wurden. Die bisherigen Anteilseignervertreter Hermann Waldemer, Gaetano Marzotto und Robin J. Stalker standen nicht zur Wiederwahl. Die Arbeitnehmervertreter wurden bereits im März in einem separaten Verfahren gewählt und nahmen ihr Mandat nach der Hauptversammlung auf. Wiedergewählt wurden Katharina Herzog, Daniela Liburdi, Tanja Silvana Nitschke und Sinan Piskin, während Dr. Claudia Hülsken und Laura Micati als neue Mitglieder die Nachfolge von Bernd Simbeck und Andreas Flach antraten. Die reguläre Amtszeit des neu gewählten Aufsichtsrats endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2030, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2029 beschließen wird. Unmittelbar im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung 2025 wurde Stephan Sturm einstimmig zum Vorsitzenden gewählt und Sinan Piskin zum stellvertretenden Vorsitzenden wiedergewählt.
Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat
Der Vorstand informierte uns regelmäßig, umfassend und zeitnah in schriftlicher und mündlicher Form über sämtliche für die HUGO BOSS AG und ihre Konzerngesellschaften relevanten Fragen hinsichtlich der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance. Insbesondere im Hinblick auf CLAIM 5 TOUCHDOWN fand während des gesamten Jahres ein intensiver und konstruktiver Austausch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat statt.
Darüber hinaus standen Andreas Kurali als Vorsitzender des Prüfungsausschusses und ich in einem engen und regelmäßigen Dialog mit dem Vorstand. Über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen wurden wir zeitnah informiert und haben spätestens in der darauffolgenden Aufsichtsrats- und Ausschusssitzung darüber berichtet.
Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich in den Ausschüssen bzw. Aufsichtsratssitzungen mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands auseinanderzusetzen und eigene Perspektiven und Anregungen einzubringen. Etwaige Genehmigungen erfolgten erst nach Rückfragen an den Vorstand sowie ausführlicher Erörterung mit diesem. In zeitkritischen Fällen fasste der Aufsichtsrat Beschlüsse mittels des Umlaufverfahrens. Der Aufsichtsrat wurde unmittelbar und frühzeitig in sämtliche Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden.
Themenschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen
Bevor der neu gewählte Aufsichtsrat am 15. Mai 2025 sein Amt antrat, fand im März 2025 eine Aufsichtsratssitzung statt. Sämtliche Mitglieder nahmen an dieser Sitzung teil. Der neu gewählte Aufsichtsrat hielt vier ordentliche Sitzungen im Mai, Juli, September und Dezember sowie eine außerordentliche Sitzung im Oktober ab, an denen alle Mitglieder teilnahmen. Bei der Aufsichtsratssitzung im September handelte es sich um eine zweitägige Sitzung. Somit wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt sechs Aufsichtsratssitzungen abgehalten. Darüber hinaus wurde im Mai ein Beschluss im Umlaufverfahren gefasst.
Der Prüfungsausschuss tagte 2025 insgesamt viermal, zweimal in seiner ehemaligen Zusammensetzung und zweimal mit seiner neuen Besetzung. Mit Ausnahme von Dr. Claudia Hülsken, die an einer Sitzung nicht teilnehmen konnte, waren sämtliche Mitglieder bei allen Sitzungen anwesend. Der Arbeitsausschuss kam dreimal zusammen, zweimal in seiner ehemaligen Zusammensetzung und einmal mit seiner neuen Besetzung, wobei sämtliche Mitglieder an allen Sitzungen teilnahmen. Die Sitzung im Juni war eine außerordentliche Sitzung. Der Personalausschusses tagte im Laufe des Geschäftsjahres fünfmal. Alle ehemaligen Mitglieder nahmen an den beiden Sitzungen vor der Hauptversammlung teil, während sämtliche neuen Mitglieder an den drei darauffolgenden Sitzungen teilnahmen. Der Nominierungsausschuss und der Vermittlungsausschuss tagten 2025 nicht.
Sowohl der Aufsichtsrat als auch der Prüfungsausschuss hielten jeweils eine Sitzung in hybrider Form, sodass die Mitglieder des Aufsichtsrats entweder persönlich oder per Videokonferenz teilnehmen konnten. Darüber hinaus wurden jeweils eine Sitzung des Aufsichtsrats, des Prüfungsausschusses, des Personalausschusses und des Arbeitsausschusses im Juli sowie eine Sitzung des Personalausschusses im November vollständig virtuell durchgeführt.
Mitglied |
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Aufsichtsrat |
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Prüfungs- |
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Arbeits- |
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Personal- |
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Teilnahmequote gesamt |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Stephan Sturm, Vorsitzender |
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5/5 |
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2/2 |
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1/1 |
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3/3 |
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11/11 |
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Sinan Piskin, stellv. Vorsitzender |
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5/5 |
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2/2 |
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1/1 |
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3/3 |
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11/11 |
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Iris Epple-Righi |
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5/5 |
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2/2 |
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– |
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– |
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7/7 |
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Katharina Herzog |
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5/5 |
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– |
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1/1 |
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– |
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6/6 |
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Dr. Claudia Hülsken |
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5/5 |
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1/2 |
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– |
|
– |
|
6/7 |
||||
Andreas Kurali |
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5/5 |
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2/2 |
|
– |
|
– |
|
7/7 |
||||
Daniela Liburdi |
|
5/5 |
|
– |
|
1/1 |
|
3/3 |
|
9/9 |
||||
Luca Marzotto |
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5/5 |
|
– |
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1/1 |
|
3/3 |
|
9/9 |
||||
Laura Micati |
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5/5 |
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– |
|
– |
|
3/3 |
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8/8 |
||||
Michael Murray |
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5/5 |
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– |
|
1/1 |
|
– |
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6/6 |
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Tanja Silvana Nitschke |
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5/5 |
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2/2 |
|
– |
|
– |
|
7/7 |
||||
Christina Rosenberg |
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5/5 |
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– |
|
– |
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3/3 |
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8/8 |
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Mitglied |
|
Aufsichtsrat |
|
Prüfungs- |
|
Arbeits- |
|
Personal- |
|
Teilnahmequote gesamt |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Hermann Waldemer, Vorsitzender |
|
1/1 |
|
2/2 |
|
2/2 |
|
2/2 |
|
7/7 |
||||
Sinan Piskin, stellv. Vorsitzender |
|
1/1 |
|
2/2 |
|
2/2 |
|
2/2 |
|
7/7 |
||||
Iris Epple-Righi |
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1/1 |
|
– |
|
2/2 |
|
– |
|
3/3 |
||||
Andreas Flach |
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1/1 |
|
2/2 |
|
– |
|
– |
|
3/3 |
||||
Katharina Herzog |
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1/1 |
|
– |
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2/2 |
|
– |
|
3/3 |
||||
Daniela Liburdi |
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1/1 |
|
– |
|
– |
|
2/2 |
|
3/3 |
||||
Gaetano Marzotto |
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1/1 |
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2/2 |
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– |
|
– |
|
3/3 |
||||
Luca Marzotto |
|
1/1 |
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– |
|
2/2 |
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2/2 |
|
5/5 |
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Tanja Silvana Nitschke |
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1/1 |
|
– |
|
2/2 |
|
– |
|
3/3 |
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Christina Rosenberg |
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1/1 |
|
– |
|
– |
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2/2 |
|
3/3 |
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Bernd Simbeck |
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1/1 |
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2/2 |
|
– |
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2/2 |
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5/5 |
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Robin J. Stalker |
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1/1 |
|
2/2 |
|
– |
|
– |
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3/3 |
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Die Sitzung des Aufsichtsrats im März 2025 befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Jahresabschluss der HUGO BOSS AG und des HUGO BOSS Konzerns zum 31. Dezember 2024 sowie dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers. In dieser Sitzung wurden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der HUGO BOSS AG zum 31. Dezember 2024 gebilligt und damit festgestellt. Darüber hinaus wurden der Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sowie der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2024 erörtert und verabschiedet. Die Vorschläge für die Beschlussfassung wurden anschließend auf der Hauptversammlung der HUGO BOSS AG, die am 15. Mai 2025 virtuell stattfand, verabschiedet. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Wiederbestellung von Oliver Timm als Mitglied des Vorstands und Deputy CEO für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2028 sowie die Verlängerung seines Dienstvertrags, beides umgesetzt mittels Umlaufverfahren im Mai 2025. Im Rahmen der Sitzung im März erörterte der Aufsichtsrat zudem die strategische Ausrichtung des Womenswear-Geschäfts des Unternehmens sowie die Gründung eines Joint Ventures für Saudi-Arabien. Weitere Themen waren die Erörterung und Beschlussfassung zur Zielerreichung und Zielsetzung für die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder.
Unmittelbar im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung im Mai 2025 trat der neu gewählte Aufsichtsrat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Neben der Wahl des Vorsitzenden und seines Stellvertreters wurde die Zusammensetzung der Ausschüsse des Aufsichtsrats festgelegt.
In seiner Sitzung im Juli 2025 befasste sich der Aufsichtsrat mit der aktuellen Geschäftsentwicklung des Unternehmens, der Aktionärsstruktur und der Erneuerung des revolvierenden Konsortialkredits. Darüber hinaus erörterte und genehmigte der Aufsichtsrat die Prüfungsschwerpunkte der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2025. In seiner Sitzung im September 2025 befasste sich der Aufsichtsrat ebenfalls mit der aktuellen Geschäftsentwicklung des Unternehmens sowie dem aktuellen Branchenumfeld. Darüber hinaus wurden die Themen Working-Capital-Management, Aktionärsstruktur und Kapitalallokation besprochen. Der Aufsichtsrat diskutierte zudem ausführlich die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie. Weitere Tagesordnungspunkte umfassten die operative Entwicklung und strategische Ausrichtung des Womenswear-Geschäfts und der Marke HUGO sowie ein allgemeines Update zur Entwicklung des Omnichannel-Ansatzes des Unternehmens. Die außerordentliche Sitzung im Oktober 2025 befasste sich in erster Linie mit der zukünftigen Konzernstrategie, einschließlich des Rahmenwerks zur Kapitalallokation. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat über den aktuellen Stand des Erneuerungsprozesses für den revolvierenden Konsortialkredit informiert.
In seiner Sitzung im Dezember 2025 erörterte und verabschiedete der Aufsichtsrat nach der Zustimmung zur Einführung von CLAIM 5 TOUCHDOWN auch das Budget für 2026. Weitere Tagesordnungspunkte umfassten die Themen Aktionärsstruktur und Kapitalallokation. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit ESG-Zielen zur Einbindung in die variablen Komponenten der Vorstandsvergütung und genehmigte die Aufnahme des neuen revolvierenden Konsortialkredits. Daneben wurden die Ergebnisse der von einem externen Anbieter durchgeführten Effizienzprüfung des Aufsichtsrats eingehend diskutiert. Die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde analysiert und beschlossen.
Die aktuelle Geschäftsentwicklung, das Liquiditätsmanagement sowie die Risikolage des Unternehmens wurden in den Sitzungen des Aufsichtsrats regelmäßig im Detail erörtert und, soweit erforderlich, verabschiedet. Die Sitzungen des Aufsichtsrats umfassten zudem detaillierte Berichte über die Inhalte jeweils vorangegangener Ausschusssitzungen. Daneben befasste sich der Aufsichtsrat im Jahr 2025 vor allem mit Themen wie der Aktualisierung der Strategie, Effizienzverbesserungen, der Kapital- und Aktionärsstruktur des Unternehmens, Compliance-Fragen und den Anforderungen des DCGK.
Arbeit der Ausschüsse im Jahr 2025
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat fünf Ausschüsse gebildet: einen Prüfungsausschuss, einen Personalausschuss, einen Arbeitsausschuss, einen Nominierungsausschuss und den gesetzlich erforderlichen Vermittlungsausschuss. Soweit gesetzlich zulässig und sofern ihnen entsprechende Befugnisse übertragen wurden, entscheiden die Ausschüsse anstelle des Gesamtaufsichtsrats. Ansonsten bereiten sie Entscheidungen und Themenbereiche für den Gesamtaufsichtsrat vor. Die Ausschussvorsitzenden berichteten dem Aufsichtsrat regelmäßig umfassend über die jeweilige Ausschussarbeit.
Der Prüfungsausschuss tagte 2025 insgesamt viermal. Gegenstand seiner Sitzungen waren vor allem die Rechnungslegung der HUGO BOSS AG und des Konzerns für die Jahres-, Halbjahres- sowie Quartalsabschlüsse, die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, die Überwachung des Risikomanagement- und internen Kontrollsystems, Fragen der IT-Sicherheit, sowie Fragen der Compliance und des Risikomanagements. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit den Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) für die nichtfinanzielle Berichterstattung. Des Weiteren hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des externen Abschlussprüfers eingeholt und sich von dessen Unabhängigkeit überzeugt. Neben der Festlegung der Prüfungsschwerpunkte für den Jahres- und Konzernabschluss 2025 sowie einer Empfehlung zur Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer wurden erlaubte Nichtprüfungsleistungen sowie eine Honorarobergrenze für Nichtprüfungsleistungen beschlossen. Außerdem wurden die Ergebnisse der prüferischen Durchsicht der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung besprochen.
Der Personalausschuss kam im Geschäftsjahr 2025 zu fünf Sitzungen zusammen. Dabei befasste er sich schwerpunktmäßig mit der Vorbereitung der Zielvereinbarungen für den Vorstand für das Geschäftsjahr 2025, der Nachfolgeplanung, der Besetzung strategisch relevanter Führungspositionen, dem Vergütungssystem für den Vorstand und der erwarteten Zielerreichung für 2025. Darüber hinaus befasste sich der Personalausschuss mit der Wiederbestellung von Oliver Timm als Mitglied des Vorstands und Deputy CEO sowie mit den entsprechenden Anpassungen seines Vertrags.
Der Arbeitsausschuss kam im Geschäftsjahr 2025 zu drei Sitzungen zusammen, in denen er sich mit der aktuellen Geschäftsentwicklung und der strategischen Ausrichtung des Konzerns befasste. Darüber hinaus genehmigte er die Durchführung des im Mai aufgelegten Commercial-Paper-Programms sowie eine lokale Finanzierungsvereinbarung für eine Tochtergesellschaft des Unternehmens in Mexiko. Zudem erörterte der Arbeitsausschuss die Sportsponsoring-Aktivitäten des Unternehmens sowie die Aktionärsstruktur.
Der Nominierungsausschuss und der Vermittlungsausschuss tagten 2025 nicht.
Corporate Governance
Der Aufsichtsrat befasste sich ebenso mit den Grundsätzen guter Corporate Governance im Unternehmen. In seiner Sitzung im Dezember 2025 verabschiedeten Vorstand und Aufsichtsrat die jüngste Entsprechenserklärung zum DCGK. Die Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der Entsprechenserklärung ist im Abschnitt „Corporate Governance und Erklärung zur Unternehmensführung“ und auf unserer Konzernwebsite unter ezu.hugoboss.com verfügbar.
Der Aufsichtsrat entschied in Bezug auf die vom DCGK empfohlene jährliche Effizienzprüfung der Aufsichtsratstätigkeit, bei der bewährten Methodik der Prüfung anhand eines umfangreichen Fragebogens zu bleiben. Die von externer Seite durchgeführte Auswertung der ausgefüllten Fragebögen und der darin enthaltenen Verbesserungsvorschläge wurde in der Aufsichtsratssitzung im Dezember 2025 eingehend analysiert und diskutiert. Der Aufsichtsrat kam dabei zu einem insgesamt positiven Ergebnis. 2025 wurden keine individuellen Schulungsmaßnahmen für Mitglieder des Aufsichtsrats durchgeführt.
Interessenkonflikte
Im Geschäftsjahr 2025 traten keine Interessenkonflikte im Zusammenhang mit Mitgliedern des Vorstands oder Aufsichtsrats auf. Gemäß DCGK wären solche Konflikte unverzüglich dem Aufsichtsrat und gegebenenfalls der Hauptversammlung offenzulegen. Insbesondere versicherte sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats, dass angemessene Vorkehrungen getroffen wurden, um potenzielle Interessenkonflikte in Bezug auf Michael Murray auszuschließen, der Mitglied des Aufsichtsrats ist und gleichzeitig die Position des CEO der Frasers Group plc innehat, dem größten Aktionär und einem wichtigen Großhandelspartner des Unternehmens.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2025
Die Deloitte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Konzernabschluss 2025 der HUGO BOSS AG, der vom Vorstand gemäß § 315e Abs. 1 HGB auf Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt wurde, unter Einbeziehung der Buchführung ordnungsgemäß geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Gleiches gilt für den gemäß den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss 2025 der HUGO BOSS AG sowie den zusammengefassten Lagebericht 2025 für die HUGO BOSS AG und den Konzern. Den Prüfungsauftrag dazu hatte der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Prüfungsausschusses entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2025 vergeben. Dabei wurde mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe während der Prüfung unverzüglich hätte unterrichtet werden müssen, soweit solche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe nicht unverzüglich beseitigt worden wären. Außerdem wurde mit dem Abschlussprüfer eine Berichtspflicht hinsichtlich aller für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse im Rahmen der Abschlussprüfung vereinbart. Der Abschlussprüfer hätte des Weiteren den Aufsichtsrat zu informieren beziehungsweise in seinem Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen festgestellt hätte, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung nach § 161 Abs. 1 Satz 1 AktG ergeben hätten. 2025 gab es jedoch keine entsprechenden Berichte des Abschlussprüfers. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat sich von der Unabhängigkeit des Prüfers überzeugt. Behandelt wurde ferner die Vergabe von Aufträgen für Nichtprüfungsleistungen an den Abschlussprüfer. Der Jahresabschluss sowie sämtliche dazugehörigen Unterlagen, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor.
Der Jahresabschluss, der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht 2025 für die HUGO BOSS AG und den Konzern, der auch die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung für die HUGO BOSS AG und den Konzern enthält, und der Prüfungsbericht wurden vorab im Prüfungsausschuss und anschließend im Plenum des Aufsichtsrats im Beisein des Abschlussprüfers eingehend erörtert und geprüft. Der externe Abschlussprüfer berichtete dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung, insbesondere im Hinblick auf die vom Prüfungsausschuss für 2025 festgelegten Prüfungsschwerpunkte. Er stand darüber hinaus für Fragen und weitere Auskünfte zur Verfügung. Wesentliche Schwächen des gesamten internen Kontrollsystems und Risikomanagements wurden dabei nicht festgestellt. Ebenfalls lagen keine Umstände vor, die eine Befangenheit des Abschlussprüfers hätten verursachen können. Schließlich erläuterte er die Nichtprüfungsleistungen, die er im abgelaufenen Geschäftsjahr erbrachte. Dem Ergebnis des Abschlussprüfers wurde zugestimmt. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat billigte daher in seiner Sitzung vom 9. März 2026 die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2025. Damit ist der Jahresabschluss der HUGO BOSS AG für das Geschäftsjahr 2025 nach § 172 AktG festgestellt.
Für das Geschäftsjahr 2025 hat der Vorstand eine zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung für die HUGO BOSS AG und den Konzern erstellt, die in den zusammengefassten Lagebericht 2025 aufgenommen wurde. Der Aufsichtsrat hat die Deloitte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, mit einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit (limited assurance) dieser Erklärung beauftragt. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung für die HUGO BOSS AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2025 und den Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über die Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit rechtzeitig erhalten. Über die Erklärung und den Prüfungsvermerk von Deloitte wurde im Aufsichtsratsplenum am 9. März 2026 beraten. An dieser Erörterung nahmen die Prüfer von Deloitte teil und präsentierten die Prüfungsergebnisse. Aufgrund eigener Prüfung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung für die HUGO BOSS AG und den Konzern wurden keine Einwendungen erhoben und das Ergebnis der Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit der Deloitte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, zustimmend zur Kenntnis genommen.
Vorstand und Aufsichtsrat haben den Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2025 gemeinsam gemäß den Regelungen des § 162 AktG erstellt. Der Aufsichtsrat hat den Vergütungsbericht in seiner Sitzung vom 9. März 2026 verabschiedet. Der Abschlussprüfer hat den Vergütungsbericht im Rahmen der gesetzlich erforderlichen formellen Prüfung gemäß § 162 Abs. 1 und 2 AktG gesondert geprüft.
Danke
Im Namen des Aufsichtsrats danke ich den Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von HUGO BOSS herzlich für ihr großes persönliches Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz. Mein besonderer Dank gilt zudem den Mitgliedern des Aufsichtsrats, die im vergangenen Jahr aus dem Gremium ausgeschieden sind, für ihre wertvollen Beiträge. Ebenso danke ich den Arbeitnehmervertretern der HUGO BOSS AG für die stets konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Abschließend möchte ich Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, meinen aufrichtigen Dank für Ihr Vertrauen in unser Unternehmen aussprechen.
Metzingen, 9. März 2026
Für den Aufsichtsrat
Stephan Sturm
Vorsitzender des Aufsichtsrats